Jede Sitzung erzählt eine Geschichte in Kapiteln: Startimpuls, Orientierung, Auswahl, Commitment, Werbeerfahrung, möglicher Exit. Die Messung sollte diese Stationen abbilden, nicht nur Summen liefern. Heatmaps, Scrolltiefe auf Katalogen, Suchpfade und EPG-Interaktionen zeigen, wo Reibung entsteht. Wer den genauen Exit-Moment versteht, kann Ursachen gezielt beheben, statt blind neue Features zu stapeln, die am Kern vorbeigehen.
FAST lädt zum Zappen ein, AVOD fördert gezielte Auswahl. Beides ist wertvoll, doch erfordert unterschiedliche Erfolgsdefinitionen. Für Zappen zählen Fluss, Überraschung und geringe Reibung, für Suche Präzision, Verlässlichkeit und Belohnung der Absicht. Segmentierung nach Navigationsstil eröffnet klare Einsichten: dieselbe Änderung kann Surfende begeistern, aber Suchende irritieren. Entscheidungen sollten immer differenziert und nutzerzentriert bewertet werden.
Kohortenanalysen über Neueinsteiger, Rückkehrer und Loyalisten offenbaren, welche Impulse Bindung stiften. Sauber aufgesetzte Experimente mit klaren Hypothesen verhindern Interpretationsnebel. Wichtig sind Ramp-Up-Zeiten, Saisonalität und Gerätemix. Wer Ergebnisse dokumentiert, teilt und wiederholt, baut kollektives Produktgedächtnis auf. So entstehen belastbare Entscheidungen, die nicht nur Zahlen verbessern, sondern auch wahrgenommenen Nutzwert nachhaltig erhöhen.
All Rights Reserved.